24. September 2021
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Wolfgang Koydl

Die letzte TV-Debatte nimmt den nächsten Bundestag vorweg: Es gibt wohl eine linke Regierung mit einer bürgerlichen Opposition

Bei einem Septett wird ein Bläsertrio einem Streichquartett beigesellt. Wenige Komponisten wagten sich an das Arrangement. Es ist recht anspruchsvoll.

Beim Septett der sieben Spitzenkandidaten wurden drei Linke vier Rechten beigesellt. ARD und ZDF wagten das Arrangement. Es war recht anspruchslos: Fragen und Antworten fielen bekannt belanglos aus.

Informativer waren Sitzordnung und Körpersprache.

Denn die Sender bauten im Studio ihren Wunsch-Bundestag nach: Hier Rot-Grün-Rot, dort Union, FDP und AfD. Hier Regierung, da Opposition.

Doch viel erstaunlicher war, wie sehr sich beide Gruppen jeweils einig waren.

Die linken Damen Annalena Baerbock und Janine Wissler blickten hoffnungsvoll zu ihrem Kanzler Olaf Scholz auf.

Und Alice Weidel, Christian Lindner und Armin Laschet entglitt tatsächlich ab und zu ein Nicken, wenn der jeweils andere sprach.

Im Fernsehstudio wurde die nächste Legislaturperiode eingeübt.

Nur eine Frage: Was machte Markus Söder in der Runde? Spitzenkandidat seiner CSU ist nicht er, sondern ein gewisser Alexander Dobrindt.

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