29. November 2021
Wolfgang Koydl

Die Heilsarmee will von Weissen nicht nur Spenden, sondern auch ein Sorry für ihren Rassismus

Zu Thanksgiving, Amerikas liebstem Feiertag, holt die Heilsarmee die roten Eisenkessel raus und beginnt ihre vorweihnachtliche Spendenkampagne. In den Kesseln sollen Münzen klimpern oder Scheine rascheln.

Doch dieses Jahr ist alles anders: Geld allein reicht nicht für ein gutes Gewissen, zumindest wenn die Spender weiss sind.

Sie sollen sich zusätzlich gefälligst entschuldigen. Für ihren Rassismus.

Denn Rassisten sind sie alle. Es reichen Hautfarbe und der Glaube, schliesslich ist das Christentum «institutionell» rassistisch.

Ein interessanter Ansatz für eine Kirche, deren Gründer Bettler, Prostituierte und Obdachlose in Christi Arme führen wollte.

Offen lässt die Heilsarmee, ob sich auch Schwarze bei der Taufe das Rassisten-Virus einfangen können.

Sicher ist nur, dass sich die fromme Truppe selbst als rassistisch entlarvt. Oder wie nennt man jemanden, der Unterschiede zwischen Rassen betont?

Mal sehen, wie sich der neue Ansatz auf die Spendierfreude auswirkt: In Amerika sind die Spender eher weiss. Die meisten Empfänger aber schwarz.

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