30. September 2021
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Wolfgang Koydl

Die deutschen Grünen liebäugeln mit einer «angebotsorientierten Stromversorgung». Dass das nicht funktioniert, veranschaulichen die Briten

Ein Angebot ist grundsätzlich gut. Da kriegt man was.

Dann gibt es Mafia-Angebote – die man nicht ablehnen sollte.

Und dann sind da grüne Offerten – etwa die «angebotsorientierte Stromversorgung», von der die Grünen-Abgeordnete Sylvia Kotting-Uhl vor einigen Monaten als «spannender» Vision schwärmte.

Spannend stimmt: Herd, Waschmaschine und PC laufen nur, wenn Strom zugeteilt wird. In Afrika hat diese Zukunft schon begonnen.

Und in Grossbritannien.

Dort haben private Ladegeräte für E-Autos eine Sperre. Strom gibt es nur neun Stunden am Tag. Zu Spitzenzeiten tut sich nichts.

Denn man befürchtet Blackouts, wenn nach Feierabend nicht nur die Pizza in die Mikrowelle geschoben, sondern auch das Auto-Ladekabel in die Dose gesteckt wird.

Um Himmels willen, wie viele Elektromobile gibt es denn auf der Insel? Was, erst 300 000? Geplant sind mehrere Millionen.

Wenn der Strom jetzt schon nicht reicht, sollte man die vielleicht besser umrüsten – auf Pedalantrieb.

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«Daily Spezial»
16 Jahre Angela Merkel. Was sie gut machte. Ihr grösster Fehler. Deutschland heute: Eine Demokratie ohne Opposition

2 Kommentare zu “Die deutschen Grünen liebäugeln mit einer «angebotsorientierten Stromversorgung». Dass das nicht funktioniert, veranschaulichen die Briten”

  • AntonHofnarr sagt:

    Sie (diese "grünen") scheinen bereits jetzt das Nichtfunktionieren ihrer Wahnideen zu erkennen. Aber diese müssen auf Teufel komm raus durchgezogen werden. Irgendwie assoziiere ich mit den vor 1933 erlassenen Notverordnungen eines gewissen Brüning. Was darauf folgte, ist bekannt. Der Zusammenbruch einer Demokratie. Angeblich soll grün beruhigen, mich regts nur noch auf.

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  • Marek Cernoch sagt:

    "Angebotsorientiert" hiess früher "Mangelwirtschaft" - die Älteren unter uns kennen es aus Erzählungen aus den Kriegs- und Nachkriegsjahren. Da blüht und was !

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