20. Oktober 2021
Rolf Hürzeler

Die englischen Royals entdecken den Klimawandel für ihre Imagepflege. Das ist ziemlich billig

Ein munteres Völklein bewohnt das englische Königshaus. 

Seine Mitglieder sind zwar liebenswert. Aber die sorgen immer mal wieder für einen kleineren Skandal, kommen wegen des einen oder andere Fehltritts in die Schlagzeilen, streiten sich in aller Öffentlichkeit und haben sich dann wieder lieb, manchmal auch nicht. 

Jetzt aber haben ihre Königlichen Hoheiten neben den royalen Repräsentationspflichten eine weitere Gemeinsamkeit entdeckt: Den Klimawandel. 

Prinz William hat in London soeben fünf Umweltprojekte gegen die steigenden Temperaturen mit je einer Million Pfund ausgezeichnet. Auch sein jüngerer Bruder Harry ist ein tapferer Kämpfer für eine bessere Welt, Klima inklusive und praktischerweise auch gegen den Rassismus. 

Selbst das Familienoberhaupt, die Queen, ist «irritiert», dass im Kampf gegen den Klimawandel nicht mehr passiert und schüttelt ihr weises Köpfchen – «not amused». 

Ebenso wenig wie ihr Sohn, Thronfolger Charles, der schon lange weiss, dass das Weltende bevorsteht. 

All diese Bekenntnisse geben die Royals aus tiefster Überzeugung ab und führen zwischen ihren Landsitzen ein ordentlich angenehmes Leben, ohne dass sie ihren Abfall selbst trennen müssen.

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2 Kommentare zu “Die englischen Royals entdecken den Klimawandel für ihre Imagepflege. Das ist ziemlich billig”

  • Joerg Sulimma sagt:

    Ich finde, bei Ortega y Gasset sollte man heute vorsichtig sein. Ich schätze den "Aufstand der Massen" als brillante Analyse sehr. Aber das Buch ist eben schon 1929 entstanden und aus der damaligen Zeit heraus, von einem recht elitär denkenden Autor. So viel davon auch heute noch Gültigkeit beanspruchen kann, es gibt auch Einiges, was für mich so nicht mehr unwidersprochen stehen bleiben kann. Dazu gehört auch dieses Zitat. Das schmälert sein Gesamtwerk nicht.

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  • Nostradamus sagt:

    Dazu fällt mir spontan folgendes Zitat von José Ortega y Gasset ein "Man kann nicht behaupten, das englische Volk sei sehr intelligent. Nicht, daß es ihm überhaupt an Intelligenz mangelt, nein, aber es besitzt sie auch nicht im Übermaß. Es besitzt davon gerade so viel, wie zum Leben notwendig ist." MfG

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