15. September 2021
Alles lesen
Matthias Rüb

EU-Rückzahlung: Deutschland erhält 2,25 Milliarden Euro aus dem Corona-Wiederaufbaufonds. Wie läppisch!

Am 3. Oktober ist der Tag der Deutschen Einheit. Aus Anlass der dreissigsten Wiedervereinigung sprach Bundespräsident Steinmeier im vergangenen Jahr bleibende Worte: «Wir leben heute in dem besten Deutschland, das es jemals gegeben hat. Keine Pandemie kann uns daran hindern, darauf stolz zu sein.»

Stolz auf die Faxgeräte in den Gesundheitsämtern und  die Bahn, die manchmal pünktlich kommt und öfter gar nicht. 

Auf die überlasteten Gerichte, den Pflegenotstand, marode Schulen und überfüllte Universitäten.

Stolz können wir auch sein auf den fortgesetzten Aufwuchs der Bürokratie. Auf das bald weltgrösste Parlament mit gut tausend Abgeordneten.

Und dankbar dürfen wir sein für die soeben überwiesene erste Tranche aus dem Corona-Wiederaufbaufonds der EU in Höhe von 2,25 Milliarden Euro. Auszugeben bevorzugt für grüne Technologie und Digitalisierung.

Die EU führt zwar keine Jahresstatistik mehr über Nettozahler und Nettobezieher in der Union. Durch die Addition der Einzelposten können erfahrene EU-Beobachter die Summen dennoch ermitteln.

Danach hat Berlin im Haushaltsjahr 2020 rund 15,5 Milliarden Euro mehr überwiesen als zurückerhalten.

Mit der Rekordsumme, die gegenüber dem Vorjahr um weitere 1,3 Milliarden Euro gewachsen ist, bleibt Deutschland der mit Abstand grösste Nettozahler in der EU.

Wir können stolz und dankbar sein auf die Corona-Rückzahlung – von jährlich gut 30 eingezahlten deutschen Milliarden. Wie läppisch!

44 0
Loading the player...
«Daily Spezial»
16 Jahre Angela Merkel. Was sie gut machte. Ihr grösster Fehler. Deutschland heute: Eine Demokratie ohne Opposition

1 Kommentar zu “EU-Rückzahlung: Deutschland erhält 2,25 Milliarden Euro aus dem Corona-Wiederaufbaufonds. Wie läppisch!”

Schreiben Sie einen Kommentar

© Copyright 2021 - Weltwoche daily

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche-daily.ch dienen als Diskussionsplattform und sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird. Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels oder wo angebracht an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Persönlichkeitsverletzende und diskriminierende Äusserungen hingegen verstossen gegen unsere Richtlinien. Sie werden ebenso gelöscht wie Kommentare, die eine sexistische, beleidigende oder anstössige Ausdrucksweise verwenden. Beiträge kommerzieller Natur werden nicht freigegeben. Zu verzichten ist grundsätzlich auch auf Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen), wobei die Online-Redaktion mit Augenmass Ausnahmen zulassen kann.

Die Kommentarspalten sind artikelbezogen, die thematische Ausrichtung ist damit vorgegeben. Wir bitten Sie deshalb auf Beiträge zu verzichten, die nichts mit dem Inhalt des Artikels zu tun haben.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Unzulässig sind Wortmeldungen, die

  • Nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommerzieller Natur sind
  • andere Forumsteilnehmer persönlich beleidigen
  • einzelne Personen oder Gruppen aufgrund von Rasse, Ethnie oder Religion herabsetzen
  • in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • verächtliche Abänderungen von Namen oder Umschreibungen von Personen enthalten
  • mehr als einen externen Link enthalten
  • einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Online-Redaktion behält sich jedoch vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Es besteht grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.