16. November 2021
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Wolfgang Koydl

Demnächst werden Grüne Minister. Können die das überhaupt? Zweifel sind erlaubt, wie das Beispiel Robert Habeck zeigt

Man fragt sich zuweilen, was einen Bankangestellten befähigt, die Gesundheitspolitik eines 80-Millionen-Volkes zu bestimmen.

Aber manche sagen, Minister müssten nicht vom Fach sein. Dafür hätten sie Beamte.

Was die Frage aufwirft: Wozu dann Minister?

Die Frage ist akut, werden doch demnächst Grüne ministrabel. Was können sie?

Nachdem Annalena Baerbock gezeigt hatte, dass sie nicht die Hellste ist, richteten sich alle Augen auf Robert Habeck: Er wirkte solide.

Bis er Ökonomie-Kenntnisse offenbarte, die hinter denen einer Marktfrau zurückblieben.

Um Kopf und Kragen redete er sich zwar nicht, aber gottlob ums Finanzministerium. Puh, Schwein gehabt.

Jetzt hätte er gern das Innenministerium, weil er dort – sagt er – die Gesellschaft verändern kann.

Dazu ist keine Ausbildung nötig.

Das wusste schon Lenin, Müssiggänger und Erschaffer des Neuen Menschen. Ging freilich schief und wird auch mit Habeck nicht klappen.

Was bleibt?

Vielleicht hatte Baerbock doch recht, als sie sagte, dass der Robert «vom Kühe melken» herkomme.

Aber auch das muss man lernen.

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7 Kommentare zu “Demnächst werden Grüne Minister. Können die das überhaupt? Zweifel sind erlaubt, wie das Beispiel Robert Habeck zeigt”

  • onckel fritz sagt:

    Man darf ja mal träumen: Der Bundeskanzler und Bundespräsident werden direkt vom Volk gewählt oder man schafft den Grüßaugust ab und nennt den Kanzler Präsidenten. Die noch amtierende Regierung und die designierten Regierungsparteien bilden einen Berufungsausschuss; die Ämter für Fachminister und Staatssekretäre werden ausgeschrieben, und die Bewerber werden dann nach Qualifikation ausgewählt, ohne Ansehen von Parteizugehörigkeit, Frauen-, Neger- oder sonstiger Quote.

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    • onckel fritz sagt:

      Die Parteizugehörigkeit und Parteiämter dieser leitenden Beamten ruhen in der Amtszeit, idealerweise sind sie parteilos. Ein Gesundheitsminister sollte eine Klinik als Chefarzt geleitet haben, der Innenminister leitender Polizeibeamter, der Justizminister leitender Staatsanwalt, der Verteidigungsminister General gewesen sein usw. Der Einfluss der Parteien sollte sich auf die Legislative beschränken.

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  • Fischkopp sagt:

    Früher oder später musste es soweit kommen. Ein Innenminister, welcher nach eigener Aussage "mit Deutschland noch nie etwas anfangen konnte und es auch heute nicht kann" wäre das passende Sinnbild der selbstzerstörerischen Dekadenz in unserem Land. Es ist zum Heulen.

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  • Joerg Sulimma sagt:

    Ich denke mit Sehnsucht zurück an die Kabinette von Helmut Kohl. Auch hier war nicht alles Gold, schon klar - aber die Herren hatten solide Ausbildungen! Norbert Blüm war gelernter Werkzeugmacher, der in diesem Beruf auch gearbeitet hatte. Horst Seehofer war Kommunalbeamter im Gesundheitswesen und wurde Gesundheitsminister. Theo Waigel war von Beginn an Finanzpolitiker und hatte auch in der Finanzwirtschaft gearbeitet, die Innenminister waren Juristen, die Landwirtschaftsminister Landwirte...

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  • Der Michel sagt:

    Kompetenz, Bildung und Wissen haben ja nicht nur um die Grünen einen sehr weiten Bogen geschlagen (wenn der auch besonders groß war): Wenn man sich das derzeit aktive (und noch mehr das kommende) politische Personal anschaut, dann wähnt man sich im Gruselkabinett. Ich nenne keine Namen, aber mir fallen umgekehrt nur sehr wenige Politiker ein, die (a) was zu sagen haben und (b) das intellektuelle Rüstzeug dazu, dass das, was sie dann sagen, kein kompletter Blödsinn ist.

    Armes Deutschland.

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  • AntonHofnarr sagt:

    Tja, Herr Habeck, wer seine völlige Inkompetenz schon bei einem Thema wie z.B. "Pendlerpauschale" nachhaltig unter Beweis stellt, andererseits glaubt, für die Befähigung eines Ministeramtes wäre es alleine mit einem dämlichen Dauergegrinse, gepaart mit einer ebenso maßlosen wie abartigen Arroganz getan, der sollte besser zu dem zurückkehren, was er gelernt hat und hoffentlich halbwegs beherrscht. Auch wenn das jetzt nicht so mit der heiß ersehnten Machtausübung auf andere zusammenhängt.

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