14. Januar 2022
Rainer Zitelmann

Das Vertrauen der Deutschen in ihre Fernsehsender ist auf einem Tiefstand angelangt. Dies ist die Folge der Verabschiedung von Informationsvermittlung hin zur Umerziehung der Zuschauer

Das Forschungsinstitut «forsa» hat die Deutschen nach dem Vertrauen in Institutionen gefragt: Deutsche vertrauen am stärksten (87 Prozent) Ärzten, gefolgt von der Polizei (79 Prozent) und Universitäten (ebenfalls 79 Prozent).

Schlusslicht ist das Fernsehen, das nur noch bei 32 Prozent der Deutschen Vertrauen geniesst und damit auf Platz 10 kommt. Das ist noch mal ein Rückgang um 5 Prozentpunkte gegenüber der letzten Umfrage.

Ich meine: Die Fernsehsender – und zwar nicht nur ARD und ZDF – sind selbst schuld. Sie haben viel Vertrauen verspielt durch einseitige Berichterstattung zu Themen wie Migration und Klima. Mit der Gendersprechweise – sogar in Nachrichtensendungen – haben sie klar signalisiert, dass es ihnen nicht um Informationsvermittlung geht, sondern um Umerziehung.

Die Folge ist jedoch, dass Menschen auch dann nicht mehr dem Fernsehen vertrauen, wenn dort zutreffende Informationen vermittelt werden. Die Verbreitung von Verschwörungslegenden und anderen Fake News, über die Politiker, ARD und ZDF ständig klagen, ist auf diesen Vertrauensverlust zurückzuführen. Sie sind also selbst (mit)schuldig an dem, was sie beklagen.

193 4

4 Kommentare zu “Das Vertrauen der Deutschen in ihre Fernsehsender ist auf einem Tiefstand angelangt. Dies ist die Folge der Verabschiedung von Informationsvermittlung hin zur Umerziehung der Zuschauer”

  • Resistencia sagt:

    Also ich schau nur noch servus.tv . Selbst beim eigentlichen staatlichen Propagandasender RT.de
    wird man wesentlich besser informiert als bei allen öffentlich rechtlichen u. anderen systemrelevanten Sendern zusammen. Das ist für mich eigentlich der absolute Offenbarungseid der sogen. deutschen TV-Sender.

    35
    0
  • onckel fritz sagt:

    Meine Fernsehzeit beginnt 20:15, bei Sondermeldungen des OKW zur Seuchenlage erst 20:30. Dann lieber die zigste Wiederholung britischer, australischer oder kanadischer Krimiserien. Das einzige, was mich dann wundert, dass die Verbrecher und Polizisten immer wieder die selben Fehler machen. Von den DVD habe ich mir gerade wieder Loriot herausgekramt. Die Erziehungsmedien können mich ..., siehe Erich Kästner: „Die Zunge der Kultur reicht weit.“

    28
    0
  • AntonHofnarr sagt:

    Bis vor 77 Jahren wurde es noch "Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda" genannt, heute ist man diesbezüglich mit Kürzeln wie ARD, ZDF, RTL, n-tv usw. im Lande unterwegs. Die verbindende Gemeinsamkeit liegt darin, der Mehrheit im Volk den Sozialismus (seinerzeit national, jetzt international) als die einzige Wahrheit andrehen zu wollen.

    77
    0
  • Der Michel sagt:

    Kleine Ergänzung: Nach der zitierten Forsa-Umfrage vertrauen 73% der Befragten (man insinuiert wie üblich, das sei repräsentativ - jedenfalls ist es eine deutliche Mehrheit) dem Bundesverfassungsgericht. Das zeigt, in welch komatösem Tiefschlaf der Michel sich befindet. Meine Hoffnung, dass sich daran was ändert - und er sich sogar zur Wehr setzt - bevor die FDGO restlos abgeschafft sein wird schwindet mit jedem Tag, den der Herr werden lässt.

    55
    0

Schreiben Sie einen Kommentar

© Copyright 2022 - Weltwoche daily

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche-daily.ch dienen als Diskussionsplattform und sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird. Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels oder wo angebracht an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Persönlichkeitsverletzende und diskriminierende Äusserungen hingegen verstossen gegen unsere Richtlinien. Sie werden ebenso gelöscht wie Kommentare, die eine sexistische, beleidigende oder anstössige Ausdrucksweise verwenden. Beiträge kommerzieller Natur werden nicht freigegeben. Zu verzichten ist grundsätzlich auch auf Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen), wobei die Online-Redaktion mit Augenmass Ausnahmen zulassen kann.

Die Kommentarspalten sind artikelbezogen, die thematische Ausrichtung ist damit vorgegeben. Wir bitten Sie deshalb auf Beiträge zu verzichten, die nichts mit dem Inhalt des Artikels zu tun haben.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Unzulässig sind Wortmeldungen, die

  • Nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommerzieller Natur sind
  • andere Forumsteilnehmer persönlich beleidigen
  • einzelne Personen oder Gruppen aufgrund von Rasse, Ethnie oder Religion herabsetzen
  • in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • verächtliche Abänderungen von Namen oder Umschreibungen von Personen enthalten
  • mehr als einen externen Link enthalten
  • einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Online-Redaktion behält sich jedoch vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Es besteht grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.