12. November 2021
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Wolfgang Koydl

Das Schweigen des Olaf Scholz: Deutschlands nächster Kanzler hat keine Meinung zur Migranten-Krise. Warum wohl?

Den Wahlkampf bestritt Olaf Scholz, indem er viel redete und nichts sagte: Er bezog keine Stellung, legte sich nie fest, stand für nichts.

Der sprichwörtliche Pudding, den man nicht an die Wand genagelt bekommt.

Wahlen mag man so auf lau gewinnen, aber wer Deutschland regieren will, muss mehr bringen: Klare Kante, klare Worte, klare Linie, klarer Kurs.

Vor allem, wenn Krisen das Land im Griff haben: Die grösste Corona-Welle seit Pandemie-Beginn, und eine brandgefährliche Migrantenwelle.

Also los, Olaf, Demnächst-Kanzler. Was ist Sache?

Nach langem Schweigen endlich ein Wort zu Corona: «Wir müssen unser Land winterfest machen.»

Ach nee. Strickjacken und Winterreifen?

Und zur Situation an der weissrussisch-polnischen Grenze?

Nichts. Kein Ton, kein Mucks, kein Räuspern. Ausser der Standardkritik an Diktator Lukaschenko.

Schon klar, warum er schweigt: Egal was Pudding-Kanzler Scholz sagt, er würde sich mit einem seiner Koalitionäre überwerfen.

Nicht immer ist Schweigen Gold. Oft ist es Feigheit.

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5 Kommentare zu “Das Schweigen des Olaf Scholz: Deutschlands nächster Kanzler hat keine Meinung zur Migranten-Krise. Warum wohl?”

  • ClaudiaCC sagt:

    Ich würde es gut finden, wenn bei Artikeln, die in der Schweizer und in der deutschen Ausgabe erscheinen, auch die Kommentare dazu in beiden Ausgaben erschienen. Gerade die Kommentare der weniger an Zensur gewöhnten Schweizer sind oft sehr interessant und anregend.

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  • Joerg Sulimma sagt:

    Wann immer Olaf Scholz gezwungen war, Position zu beziehen, kam es bekanntlich weniger gut heraus. Ich erinnere nur an den Cum-/Ex-Skandal und die linksradikalen Aufstände in Hamburg anläßlich des G20-Gipfels im Jahr 2017. Hätte es dort Tote gegeben, wäre er als Regierender Bürgermeister zurückgetreten, hat er damals gesagt. Es gab nur Verletzte, also wurde er Bundesfinanzminister. Auch das war dann kein rühmliches Kapitel, an Großtaten aus dieser Zeit kann ich mich nicht erinnern. Also Kanzler!

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  • Alt-Badener sagt:

    Schweizer Kommentare zu den deutschen "Demokraten" sind einfach wohltuend. Man stelle sich vor, ein bürgerlich-konservativer Finanzminister hätte einen Keller voll mit desaströsen Finanzleichen wie dieser Scholz, was dann in Deutschland los wäre. Frau Amann vom SPIEGEL bekäme garantiert Herzrhythmusstörungen . . .

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  • Der Michel sagt:

    "wer Deutschland regieren will, muss mehr bringen: Klare Kante, klare Worte, klare Linie, klarer Kurs."

    ... was Madame Merkel ja 16 Jahre lang par excellence praktiziert hat 😉

    Aber mit Scholz gebe ich Ihnen recht: Ein Schwafler vor dem Herrn, dessen bisherige Leistungsbilanz verheerend ist. Und ich habe keine Hoffnung, dass das - alleine wegen der "Ampel" - auch nur einen Deut besser werden wird, wenn er demnächst Merkel beerben wird.

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