29. Oktober 2021
Marie von den Benken

Das Jugendwort des Jahres lautet: «Cringe». Das ist ein bisschen peinlich, komisch, unangenehm

«Gammelfleisch­Party», «hartzen», «Niveaulimbo», «Swag», «YOLO», «Babo», «Läuft bei dir», «Smombie», «fly sein», «I bims», «Ehrenfrau», «lost».

Nein, das ist nicht die Tracklist des neuen Fanta 4-Albums. Es ist die Ahnenreihe der Gewinner zum Jungendworts des Jahres.

Auch 2021 ist wieder ein Begriff gekrönt worden, der als besonders signifikant für aktuelle juvenile Sprachrealitäten gilt. Er lautet: «Cringe», für alle über 13 Jahre also peinlich, komisch, unangenehm.

Erstmals also eine Vokabel, bei der die Ü40-Fraktion bereits bei der Aussprache den Babo vermissen lässt.

Von «kreinsch» über «kringie» bis «krinsch» ist alles dabei. Eindeutig ist nur: «Cringe» hat weder etwas mit Cringe Meysel, noch mit einem grünen Weihnachts-Hasser zu tun.

Stichwort grüner Weihnachts-Hasser: Anton Hofreiter. Nein, kleiner Spass.

Sorry, I bims halt, die Ehrenfrau von den Niveaulimbo-Festspielen.

Egal.

Cringe ist derartig en vogue, sogar «Tagesschau»-Moderatorin Susanne Daubner kommt mit einem ziemlich flyenKommentar von der letzten Gammelfleisch-Party zurück. Das Meme kennen Sie bestimmt.

Damit ist klar: Das Jugendwort des Jahres 2022 wird «Daubnern». Was viele nicht wissen: Auf diesen Erfolg hat sie sich zu Hause erstmal eine grosse Portion «Swaghetti Yolonese» gegönnt.

Zu Recht.

54 2

Schreiben Sie einen Kommentar

© Copyright 2022 - Weltwoche daily

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche-daily.ch dienen als Diskussionsplattform und sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird. Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels oder wo angebracht an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Persönlichkeitsverletzende und diskriminierende Äusserungen hingegen verstossen gegen unsere Richtlinien. Sie werden ebenso gelöscht wie Kommentare, die eine sexistische, beleidigende oder anstössige Ausdrucksweise verwenden. Beiträge kommerzieller Natur werden nicht freigegeben. Zu verzichten ist grundsätzlich auch auf Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen), wobei die Online-Redaktion mit Augenmass Ausnahmen zulassen kann.

Die Kommentarspalten sind artikelbezogen, die thematische Ausrichtung ist damit vorgegeben. Wir bitten Sie deshalb auf Beiträge zu verzichten, die nichts mit dem Inhalt des Artikels zu tun haben.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Unzulässig sind Wortmeldungen, die

  • Nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommerzieller Natur sind
  • andere Forumsteilnehmer persönlich beleidigen
  • einzelne Personen oder Gruppen aufgrund von Rasse, Ethnie oder Religion herabsetzen
  • in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • verächtliche Abänderungen von Namen oder Umschreibungen von Personen enthalten
  • mehr als einen externen Link enthalten
  • einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Online-Redaktion behält sich jedoch vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Es besteht grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.