14. Januar 2022
Thomas Renggli

College-Sport in den USA: Transfrau schlägt Transfrau im 100-Yard-Schwimmen. Das ist der Anfang vom Ende des Frauensports

Die 22-jährige Transgender-Schwimmerin Lia Thomas galt als unschlagbar – weil sie biologisch ein Mann ist und sich ihren Konkurrentinnen gegenüber bezüglich Lungenvolumen, Herzgrösse, Blutkreislauf, Muskelmasse und Knochenbau deutlich im Vorteil befindet.

So pulverisierte sie im vergangenen Jahr die Rekorde auf College-Stufe reihenweise. Ihr winkt der Titel der College-Sportlerin des Jahres 2021.

Für nicht wenige führt dies aber den Wettkampfsport und die Chancengleichheit ad absurdum. So gab die US-Schwimm-Beauftragte Cynthia Millen aus Protest ihren Rücktritt – nach dreissig Jahren als Funktionärin.

In ihrer Erklärung für diesen Schritt schrieb sie, dass sie keinen Sport unterstützen könne, der es «biologischen Männern erlaubt, gegen Frauen anzutreten».

Doch nun fand Lia Thomas ihre Meisterin – beziehungsweise ihren Meister. In einem Rennen an der Yale-Universität unterlag sie über hundert Yard Iszac Henig. Lia schlug nach 52,84 Sekunden an. Henig in sagenhaften 49,57.

Wie Thomas ist Henig eigentlich ein Mann. Weil er sich aber im falschen Körper geboren fühlt, nimmt er nach einer Hormon-Behandlung und einer Brust-Operation an Frauen-Wettbewerben teil.

Auf Twitter wurde diese Affiche als «surreale Geschichte» kommentiert, «zwei Männer, die in einem Frauenwettbewerb gegeneinander schwimmen».

Der Spitzensport als Freakshow? Nein – zumindest nicht reglementarisch. Im amerikanischen College-Sport spricht nichts dagegen.

Sollte sich diese Praxis aber auch auf olympischer Ebene durchsetzen, kann dies nur etwas bedeuten: das Ende des Frauensports.

96 2

2 Kommentare zu “College-Sport in den USA: Transfrau schlägt Transfrau im 100-Yard-Schwimmen. Das ist der Anfang vom Ende des Frauensports”

  • onckel fritz sagt:

    Hochleistungssport? Entweder Politpropaganda totalitärer Staaten, politische Korrektheit mit Regenbogen und Niederknien und / oder Money, Money, Money. Hauptsache, „die Mannschaft“ hat die Haare schön. Interessiert mich nicht mehr. Im Breitensport werden die kleinen Vereine gerade durch 2G+ zerlegt.

    14
    0
  • Manuela1973 sagt:

    Ich finde solche Schlagzeilen traumhaft. Bitte mehr davon!
    Weil es genau Meldungen dieser Art sind, die dafür sorgen werden, dass die Demokraten bei den Midterms dermaßen eine aufs Dach bekommen, dass ihnen Hören und Sehen vergehen wird.
    Ich bin keine naive Republikaner-Gläubige. Aber das Ziel muss sein, diesem Identitätsfaschismus endlich die Grenzen aufzuzeigen. Das geht nur so. Und was sich in den USA durchsetzt, kommt auch irgendwann in Europa an => Das ist derzeit meine einzige Hoffnung.

    34
    0

Schreiben Sie einen Kommentar

© Copyright 2022 - Weltwoche daily

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche-daily.ch dienen als Diskussionsplattform und sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird. Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels oder wo angebracht an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Persönlichkeitsverletzende und diskriminierende Äusserungen hingegen verstossen gegen unsere Richtlinien. Sie werden ebenso gelöscht wie Kommentare, die eine sexistische, beleidigende oder anstössige Ausdrucksweise verwenden. Beiträge kommerzieller Natur werden nicht freigegeben. Zu verzichten ist grundsätzlich auch auf Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen), wobei die Online-Redaktion mit Augenmass Ausnahmen zulassen kann.

Die Kommentarspalten sind artikelbezogen, die thematische Ausrichtung ist damit vorgegeben. Wir bitten Sie deshalb auf Beiträge zu verzichten, die nichts mit dem Inhalt des Artikels zu tun haben.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Unzulässig sind Wortmeldungen, die

  • Nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommerzieller Natur sind
  • andere Forumsteilnehmer persönlich beleidigen
  • einzelne Personen oder Gruppen aufgrund von Rasse, Ethnie oder Religion herabsetzen
  • in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • verächtliche Abänderungen von Namen oder Umschreibungen von Personen enthalten
  • mehr als einen externen Link enthalten
  • einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Online-Redaktion behält sich jedoch vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Es besteht grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.