21. Dezember 2021
Wolfgang Koydl

Champions League des Corona-Irrsinns: Trainer Jürgen Klopp gewinnt mit seinen Impf-Gedanken

Jürgen Klopp war mal so was wie ein Rebell im Fussball. Anders als die Bierdimpfl aus Bayern vertrat er auch unbequeme Meinungen.

Nicht mehr. Kloppo ist ins Lager der Impfprediger gewechselt. Ihm kommt kein ungespritzter Spieler neu ins Team, tönte er.

Man stelle sich vor: Da kann ein Fussballgott beim FC Liverpool an die Tür klopfen – the coach says no.

Ungeimpfte seien eine «ständige Bedrohung», sagt Klopp. Und was sie für einen Aufwand verursachten: «Eine eigene Umkleide, eine eigene Dusche, einen eigenen Bus, ein eigenes Gebäude.»

Warum nicht gleich ein eigenes Stadion, in dem sie mit Gleichgesinnten um den Corona-Pokal kicken?

Tatsächlich könnte man fast eine eigene Liga aufstellen: Jeder vierte Spieler der englischen Premier League verweigert die Impfung.

Wäre eine Idee. Denn was passiert, wenn Virenschleudern im Spiel immunisierten Liverpoolern zu nahekommen?

Fürs erste gilt daher: Kein Tackling, keine Manndeckung, keine Fouls. Sich immer freispielen und lange, weite Pässe.

Wer weiss. Vielleicht klappt es mit dieser Taktik sogar mit dem Titel.

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5 Kommentare zu “Champions League des Corona-Irrsinns: Trainer Jürgen Klopp gewinnt mit seinen Impf-Gedanken”

  • Dominik Hellenbeck sagt:

    Das bärtige, ewig zähnebleckende Medien-Phänomen "Kloppo" ist ebenso „rebellisch“ wie Sepp Blatter oder der famose Herr Streich aus dem Breisgau, alle hängen nur ihr Fähnchen in den Wind.

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  • Dominik Hellenbeck sagt:

    Aber, aber. Herr Klopp hat sich vielleicht für die Medien als „Rebell“ inszeniert, das war es dann aber auch. Wer im Milliarden-Business Fußball etwas werden will, heult mit den Wölfen oder ist schnell im „Abseits“. Klopp hat sich in Dortmund gezielt das Image des hemdsärmeligen Kumpeltyps verschafft, um den BVB als Sprungbrett in die Beletage zu benutzen – erfolgreich.

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  • Resistencia sagt:

    Im belgischen und deutschen Fußball hat es am Wochenende zwei sogen. Rassismus Vorfälle gegeben, sicher verurteilungswert und die sogen.Medien haben gleich das ganz große Fass aufgemacht. In deutschen Schulen werden ungeimpfte Schüler vor den Klassenverbänden täglich und seit Monaten aufs Übelste vor dem Klassenverband öffentlich gedemütigt/erniedrigt, mit dem Ziel sie zur Impfung zu nötigen. Da kräht keiner dieser linken Schreiberlinge, da ermittelt kein Staatsanwalt wegen Volksverhetzung!

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  • Resistencia sagt:

    Wenn ein gewisser Sergio Aguero oder Ericsen in seinem Team wären, könnte er mal seine Meinung mit deren Abgleichen. Wer weiß wieviel der geimpfte Nagelsmann angesteckt hatte, bevor ihm die Symptome aus dem Verkehr zogen. Immerhin sind in England noch 25 Prozent der Spieler ungeimpft und der Herr Klopp kann ja für Liverpool seine Privatregel haben, wie jeder Ladenbesitzer auch. Logik dahinter brauch man dort genauso wenig wie von der evidenzlosen verantwortungslosen Politik erwarten.

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  • AntonHofnarr sagt:

    Grundsätzlich nichts gegen Ihren Artikel, Herr Koydl, aber die Aussage in Ihrem ersten Absatz kommt für mich so rüber, als ob Sie alle Menschen in Bayern als "Bierdimpfl" einstufen.

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