26. Oktober 2021
Marie von den Benken

Fussball-Star Haaland ist out: Heute, wo Vereine wie DAX-Unternehmen geführt werden, heisst das, die Borussia Dortmund-Aktie wird markant sinken

Als ich klein war, schenkte mein Vater mir das Hörspiel «11 Freunde müsst ihr sein». Ich lernte, man könne wirklich jeden Gegner besiegen, wenn man nur eisern zusammenhielt.

Fussballromantik aus einer längst vergangenen Zeit.

Heute, wo Fussballvereine wie DAX-Unternehmen geführt werden und Ablösesummen von Superstars Bruttoninlandsprodukte kleinerer Staaten übersteigen, modifiziert sich auch diese Tradition.

Bei Borussia Dortmund etwa heisst es aktuell: «11 Freunde müsst ihr sein, aber einer davon sollte dringend Erling Haaland heissen.»

Auf einen Stürmer mit 70 Toren aus 69 Spielen kann man schwer verzichten. Jedenfalls, wenn man nicht zum Armin Laschet der Bundesliga werden möchte: Mit höchsten Erwartungen gestartet, spektakulär gescheitert.

Nun jedoch laboriert Haaland an einem Muskelbündelriss im Hüftbeuger. Im Waren-Tormingeschäft Bundesliga eine klassische Baisse-Situation: Die BVB-Aktie fällt alleine am Montag um knapp 2 Prozent.

Was noch sanft ist.

Mit 9 von 25 Toren ist Haaland in dieser Saison für 36 Prozent der Treffer verantwortlich. Mit 36 Prozent weniger Punkten wäre der BVB übrigens in der aktuellen Tabelle nicht mehr Zweiter, sondern Neunter.

Und das hat nicht mal Armin Laschet geschafft.

43 3

Schreiben Sie einen Kommentar

© Copyright 2022 - Weltwoche daily

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche-daily.ch dienen als Diskussionsplattform und sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird. Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels oder wo angebracht an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Persönlichkeitsverletzende und diskriminierende Äusserungen hingegen verstossen gegen unsere Richtlinien. Sie werden ebenso gelöscht wie Kommentare, die eine sexistische, beleidigende oder anstössige Ausdrucksweise verwenden. Beiträge kommerzieller Natur werden nicht freigegeben. Zu verzichten ist grundsätzlich auch auf Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen), wobei die Online-Redaktion mit Augenmass Ausnahmen zulassen kann.

Die Kommentarspalten sind artikelbezogen, die thematische Ausrichtung ist damit vorgegeben. Wir bitten Sie deshalb auf Beiträge zu verzichten, die nichts mit dem Inhalt des Artikels zu tun haben.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Unzulässig sind Wortmeldungen, die

  • Nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommerzieller Natur sind
  • andere Forumsteilnehmer persönlich beleidigen
  • einzelne Personen oder Gruppen aufgrund von Rasse, Ethnie oder Religion herabsetzen
  • in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • verächtliche Abänderungen von Namen oder Umschreibungen von Personen enthalten
  • mehr als einen externen Link enthalten
  • einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Online-Redaktion behält sich jedoch vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Es besteht grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.