24. November 2021
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Wolfgang Koydl

Bringt die Impfung den Durchbruch oder den Impfdurchbruch? Wie wir mit Wortspielereien betrogen werden

Vor einem Jahr versprach man die rettende Impfung. Sie werde den Durchbruch bringen im Kampf gegen die Pandemie.

Inzwischen gibt es die Impfung, und was haben wir? Den Impfdurchbruch.

Der ist genau das Gegenteil des Versprechens von damals, aber das ist gewollt. Denn im «Durchbruch» schwingt ein wenig «Wir schaffen das» mit.

Ehrlicherweise müsste es heissen: Impfversagen. Das ist auch der Begriff, den das Robert-Koch-Institut eigentlich verwendet, wenn eine Impfung nicht hält, was sie verspricht.

Eigentlich. Aber wer ist in Corona-Zeiten schon ehrlich.

Die Methode ist erprobt: Besetze rechtzeitig Wörter und Begriffe und du bestimmst Denken und Debatte.

Das kommt geradewegs aus dem Wörterbuch des «Neusprech», den George Orwell in «1984» erfunden hat: Miniwahr ist das Ministerium für den Lüge und Propaganda, Minilieb steht für die Gummiknüppel der Polizei.

Es hilft, die Ohren zu spitzen. Der nächste, bewusst irreführende Begriff ist bereits in Umlauf gebracht: Die Impfpflicht.

Eigentlich ist es ein Impfzwang. Aber das Pflichtbewusstsein ist in deutschen Ohren noch immer eine Tugend.

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12 Kommentare zu “Bringt die Impfung den Durchbruch oder den Impfdurchbruch? Wie wir mit Wortspielereien betrogen werden”

  • MartinWeb sagt:

    Ein Beispiel zum Nutzen der 2G Regel:
    Wie der TV-Sender Channel 12 in Israel berichtet, haben sich bei einer Feier mindestens 83 junge Leute das Virus eingefangen – alle beim selben Mitschüler. Beunruhigend an dem Fall ist vor allem die Infektionskette, die zu dem Ausbruch führte.
    Der "Times of Israel" zufolge war der junge Mann, der das Virus auf der Party verteilte, geimpft. Er wiederum hatte sich bei einem ebenfalls geimpften Angehörigen infiziert. Quelle: Morgenpost

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  • ClaudiaCC sagt:

    Der Begriff "Impfdurchbruch" ist gleich doppelt Orwell Neusprech: 1. ist die mRNA-Plörre keine "Impfung", sondern ein Gen-Eingriff ; 2. ist die Unwirksamkeit, bzw. der mangelhafte, aber versprochene "Schutz" gegen Corona-Infektionen kein "Durchbruch", sondern ein Versagen! Ein passender Begriff wäre also "Gen-Eingriffs-Versagen". Aber das missratene Kind darf nicht beim Namen genannt werden, sonst wären wir beim Strafrecht : Betrug und massenhafte schwere Körperverletzung, auch mit Todesfolge !

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  • Propagandastaatsfunk sagt:

    In Sachsen bei der Polizei ist eine Inzidenz von 4000 und das bei 80 % "Impfquote", man sieht hier wie wirksam diese Giftspritze ist . Unsere Politiker peitschen trotzdem täglich in den Medien ihre Hetze gegen die Ungeimpften, was Volksverhetzung ist, da es gegen eine Minderheit geht, wo ist die Justiz in diesem Irrenhaus?

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  • Sternenkind sagt:

    Genial geschrieben, etwas lachen musste ich doch ;o)

    Traurig und leider super wahr, sie wachen dennoch nicht auf und rennen betteld zum Henker

    (Ungeimpft in der Pflege , wir sind nur noch Wenige die standhaft dankend ausschlagen und sich weder von den Mediensgleichschaltungen oder Drohsanktionen berieseln oder beeindrucken lassen - wir recherchieren, sehen und erfahren anderes auch von Freunden(Angehörigen) in Pflegeberufen)

    Pandemie sollte jeder mal nachschlagen; es gab nie nirgends eine!

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    • ClaudiaCC sagt:

      Wenn weiter Druck auf Pflegepersonal gemacht wird, das die Gen-Pantsch-Spritze ablehnt, könnte man es den Leuten nicht verdenken, wenn sie krank würden. Burn out, depressive Verstimmung, chronische Kopfschmerzen etc. könnten auftreten. Im Krankenstand kann man sich von unzumutbarer Arbeitshetze, krank machenden Wechselschichten, Corona- und Impf-Terror erst mal erholen. Sollte man gekündigt werden, gibt es erst mal Arbeitslosengeld, später findet sich sicher eine Stelle in der privaten Pflege !

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  • Der Michel sagt:

    ... es ginge um Gesundheit (brüll!!!) verfechten sowas. Leute, es geht um Macht und Kohle (und vielleicht auch beim einen oder anderen darum, den A... zu retten): Was nutzt es denn da, die Minderheit, die man an den Pranger stellen (und nebenbei durch Strafen auspressen) kann ins Lager der "Immunisierten" zwangszuüberführen?

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    • MartinWeb sagt:

      Der Französische Anwalt Juan Branco sagte neulich, dass sich die Kosten für eine Dosis Pfizer $2 belaufen müssten. Im dritten Vertrag mit der EU - über die Abnahme von 1.8 Milliarden Dosen - ist ein Preis von 19.5 € im Gespräch. BionTech erhielt übrigens allein von Deutschland 375 Mio Euro für Forschungszwecke. Kann jedoch über Produktionspartner Pfizer nach belieben die Preise in geschwärzten Verträgen diktieren.

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      • ClaudiaCC sagt:

        Amtsträger, die für diese Verträge verantwortlich sind, haben meiner Ansicht nach die Straftatbestände Untreue und Betrug begangen, vermutlich auch Rechtsbeugung. Es gibt eine Bundeshaushaltsordnung, die einen ordnungsgemässen Umgang mit Steuergeldern vorschreibt. Die Verantwortlichen sollten angezeigt werden. Vielleicht gibt es doch noch Reste einer unabhängigen Justiz in Deutschland, hoffen wir es jedenfalls !

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  • Der Michel sagt:

    "Impfpflicht ist nicht gleich Impfzwang!" - meinte selbst Köppel gestern. Recht hat er: Bei einer Impfpflicht MÜSSEN Sie sich das Zeug nicht injizieren lassen: Sie können stattdessen auch regelmäßig die drakonischen Strafen zahlen, die man Ihnen aufbrummen wird. Vorausgesetzt natürlich, Sie verfügen über das nötige Kleingeld... Das Vorführen bei impfwilligen "Ärzten" durch die Potzilei gibt's bei der "Pflicht" nicht. Wäre auch unsinnig, und nur die paar Naivlinge, die immer noch glauben,...

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  • AntonHofnarr sagt:

    Es wird wohl nicht zu verhindern sein, daß Menschen ohne Impfung an Covid sterben und Geimpfte vielleicht etwas länger leben, andererseits wird es immer Fälle geben, daß Menschen die Impfung nicht vertragen und Ungeimpfte dank ihrer Genetik keinerlei Probleme mit dem Virus haben. Letztlich spielt jeder sein eigenes Spiel des (Über)-Lebens und so lange dies mit legitimen Mitteln erfolgt, sollte ihm das (nach banalsten freiheitlichen Grundsätzen) selbstredend zugestanden werden.

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