20. Oktober 2021
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Wolfgang Koydl

Aussenminister Heiko Maas will den Migranten-Strom in die EU stoppen – mit mässigem Erfolg. 2015 nimmt seinen Lauf

Oho, da hat Maas-Männchen aber wieder mal den dicken Maxe markiert: Weissrusslands Herrscher Alexander Lukaschenko wird zittern, Heiko Maas hat ihn «Chef eines staatlichen Schleuser-Rings» geschimpft.

Mit seinen Amtskollegen will Maas den Migranten-Strom über Minsk in die EU – sprich: nach Deutschland – stoppen. «2015 darf sich nicht wiederholen», so das Mantra.

Komisch. Als Justizminister unter Merkel sah Maas damals keine Gefahr für die Sicherheit Deutschlands. Man müsse helfen.

So gesehen müsste er Lukaschenko dankbar sein, erspart der doch den vor Terror, Krieg und Gewalt fliehenden Schutzsuchenden den gefährlichen Überland-Trek.

Aber Logik und Vernunft? Fehlanzeige.

Will sie die Menschen-Pipeline stopfen, muss sich die EU einen anderen Staat vorknöpfen – ihr Mitglied Irland. Hier least Minsk die Flugzeuge, mit denen Syrer, Afghanen oder Iraker nach Europa geflogen werden.

Die Iren zucken mit den Achseln. Aktuell lässt sich nichts ändern. Heiko Maas nickt: Pacta sunt servanda – Leasingverträge muss man einhalten.

Und 2015, das Remake, nimmt seinen Lauf.

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2 Kommentare zu “Aussenminister Heiko Maas will den Migranten-Strom in die EU stoppen – mit mässigem Erfolg. 2015 nimmt seinen Lauf”

  • Nostradamus sagt:

    Herr Heiko Maas hat sich in seinem sehr üppig bezahlten Amt als Minister nicht rühmlich verhalten, weder diplomatisch, geschweige den intelligent, eher wohl anmaßend. Er wird von seinen Außenminister Kollegen innerhalb und außerhalb der EU, belächelt und nicht für ernst genommen, das ist bekannt und durchaus nachvollziehbar. Wie titulierte n-tv im August 2021 Heiko Maas zutreffend "Der schlechteste Außenminister seit 1945" zum Glück für Deutschland gibt es dafür zumindest keine Fortsetzung. MfG

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    • Joerg Sulimma sagt:

      Hoffen wir das Beste, werter Nostradamus! Man hat schon Pferde...Sie wissen ja! Und das "Maas-Männchen", wie Herr Koydl so schön schreibt, war und wäre auch in jedem anderen Ministerium eine Fehlbesetzung. Das Justizministerium hatten wir schon, Ministerpräsident im Saarland wurde er trotz dreifachen Anlaufs nicht. Also bleibt nur noch das Europaparlament - oder das Amt des Bundespräsidenten nach Frank Walter Steinmeier. Das wäre dann auch kein großer Unterschied!

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