17. November 2021
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Wolfgang Koydl

Auf ihre alten Tage reift Angela Merkel zur Staatsfrau: Ihr Telefonat mit Lukaschenko zeugt von Grösse

Lasset uns Angela Merkel loben.

Auf ihre alten Tage ist sie doch gereift zur elder stateswoman, zur Staatsfrau, die persönliche Aversionen und Animositäten zurücktreten lässt hinter die Sache.

Sie hat mit Alexander Lukaschenko telefoniert, dem Paria der Weltpolitik.

Das wäre so, als ob sie sich mit Alice Weidel zum Kaffee treffen würde.

Die Empörung ist gross: Grüne toben, Medien kneten die Hände. Nur die Süddeutsche hat Merkel grossmütig Absolution erteilt.

Alexander Graf Lambsdorff, der so gerne Aussenminister wäre, schwurbelte: Erst wenn der Anruf Erfolg zeige, sei er «leider» notwendig gewesen.

Dazu muss man freilich erst mal telefonieren. Aber Logik in der Aussenpolitik hat ja schon Heiko Maas abgeschafft.

Merkel hat das einzig richtige getan, egal ob es etwas bringt oder nicht. Es mag uns nicht gefallen, aber Lukaschenko hält alle Trümpfe in der Hand.

Wer etwas tun will, muss mit ihm reden.

Eine banale Erkenntnis, gleichwohl erfordert der Schritt Grösse. Und dafür gebührt Merkel Lob.

Vielleicht klappt’s ja auch mal mit dem Kaffeeklatsch mit Weidel.

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4 Kommentare zu “Auf ihre alten Tage reift Angela Merkel zur Staatsfrau: Ihr Telefonat mit Lukaschenko zeugt von Grösse”

  • Propagandastaatsfunk sagt:

    Diese Frau hat das Land ruiniert und jeden Kritiker abservieren lassen, ihre eigene Partei hat sie im Wahlkampf 2021 noch in den Hintern getreten.
    Sie hat diese Partei und ihre A...kriecher zu dem gemacht was sie jetzt ist.
    Außenpolitik hat die Frau interessiert, aber ihr Volk nicht, sie hätte also Außenminister werden sollen, aber nicht Bundeskanzel.

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  • ClaudiaCC sagt:

    Merkel hat das einzig Richtige getan ?? Mitnichten !! Sie hat der langen Liste ihrer Deutschland und Europa schwer schädigender Taten, eine davon die Sanktionen, nochmal eine hinzu gefügt, indem sie jetzt ein weiteres Mal signalisierte: Die Mutter Theresa der ISlamisten, Merkel, wird an einer "humanitären Lösung" mitwirken, sprich noch mehr "freundliches Gesicht" gegenüber den Invasoren zeigen auf Kosten der deutsche Gesellschaft und der Steuerzahler. Das EINZIG richtige Signal wäre : No way !!

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  • Ulrich J. sagt:

    Nunja, ob das nun staatsfraulich ist? Bilder gibt es ja von diesem Telefonat nicht, mir reichen ihre TV-Auftritte bei dem anderen "Flüchtlingsbegleiter" im Südosten, der sich den Stopp des Flüchtlingstrecks gut bezahlen lässt. Andererseits: Wer redet, schießt nicht. Und da ist Frau Merkel selbst als "lame duck" sicher kompetenter als ihre EU-Marionette in Brüssel. Oder hat schon jemand im Puppentheater eine Darstellerin den Telefonhörer halten sehen?

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  • Der Michel sagt:

    Es fragt sich natürlich, was die Nochkandesbunzlerin dem feinen Herrn gesagt hat... ich hab's leider nicht verfolgt, da alleine das Konterfei dieser Frau, das ja bei Artikeln zu diesem Telefonat unweigerlich aufpoppt mir Magengeschwüre verursacht.

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