21. September 2021
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Anabel Schunke

Attentat von Würzburg: Der Täter ist älter als angenommen. Er soll bereits für eine Terrororganisation gemordet haben

Der Mann, der am 25. Juni in der Würzbürger Innenstadt mehrere Menschen mit einem Messer schwer verletzte und drei Frauen tötete, ist älter als gedacht. Dies geht aus einer Antwort des bayrischen Innenministeriums auf Anfrage der Grünen-Fraktion hervor. 

Demnach soll der Somalier, der erstmals 2015 in Deutschland registriert worden war, bei der Einreise 1997 als sein Geburtsjahr angegeben haben.

Bei einer ärztlichen Untersuchung, die im Juli angeordnet wurde, behauptete er, 1989 geboren zu sein. Bei der Generalstaatsanwaltschaft geht man mittlerweile davon aus, der Mann ist statt 24 schon 32 Jahre alt.

Besondere Brisanz erhält die Altersfeststellung des Attentäters, weil es schon vor der Tat in Würzburg Hinweise durch einen Zeugen gab, dass der Mann 2008/2009 für die islamistische Terrororganisation Al-Shabaab Journalisten und Zivilisten getötet haben soll.

Es wurden jedoch keine Ermittlungen aufgenommen, «da der Beschuldigte zur vermeintlichen Tatzeit noch nicht schuldfähig (…) gewesen sei». Die neuen Alters-Erkenntnisse des Asylbewerbers widerlegen dies nun. 

Eine erneute «Prüfung eines Anfangsverdachts der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung» wurde nun zwar eingeleitet, jedoch abgelehnt.

Vor diesem Hintergrund erscheint die schnelle Verneinung eines islamistischen Motivs des Täter als fragwürdig.

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1 Kommentar zu “Attentat von Würzburg: Der Täter ist älter als angenommen. Er soll bereits für eine Terrororganisation gemordet haben”

  • AntonHofnarr sagt:

    Was muß in diesem Land eigentlich passieren, daß ein derartig Schwerstkrimineller die Strafe erfährt, die er verdient? Einen vehementen Verweigerer/Nichtzahler der GEZ-Gebühren wird wohl eine drakonischere Verurteilung erwarten.

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