06. Dezember 2021
Thomas Fasbender

Olympia-Boykott nicht ausgeschlossen: Eine görenhafte Annalena Baerbock verrät im Interview mit der Taz ihre harte Strategie gegen China

Ein Schlag mit der flachen Hand in die Suppe – im taz-Interview verrät Annalena Baerbock die Leitlinien der künftigen deutschen Aussenpolitik. Vor allem mit Blick auf China.

Diplomatie als «beredtes Schweigen»? Das war einmal.

Jahrelang hat Deutschland die Verhältnisse in China einfach so hingenommen. Aber nicht mehr lange: Die neue deutsche Chinadiplomatie gerät zur Mischung aus «Dialog und Härte». Mit der notwendigen Konsequenz: Wer nicht hören will, muss fühlen.

Das beginnt mit einem EU-Importverbot für Waren aus Xinjiang: Dort werden die muslimischen Uiguren unterdrückt; es gibt Berichte über Zwangsarbeit. Die deutschen Grünen kennen keine Kompromisse: Was in Xijiang produziert wird, gehört nicht in zivilisierte Europäerhände. Auch einen Olympia-Boykott schliesst die baldige Ministerin nicht aus.

Das ganze Interview spiegelt Baerbocks unausgesprochenes Karriere-Motto: Frechheit siegt.

Die Selbstüberschätzung der endlich Empowerten ist das Signum dieses Aufstiegs, auch das Schnippische, Görenhafte, mit dem frau der ganzen Welt zeigt, was eine Harke ist.

In ihrer Gesinnungstreue den Chinesen gegenüber («wertegeleitete Aussenpolitik») kann sie es mit Wilhelm II aufnehmen – politkorrekt übersetzt ins 21. Jahrhundert, aber keine Spur bescheidener. Auch dem Kaiser war Deutschland zu klein.

Wenn die künftige Aussenamtschefin sagt, «ich verstehe Aussenpolitik als Weltinnenpolitik», verrät sie ihr Rollenverständnis: Annalena Baerbock, Weltinnenministerin.

103 1

2 Kommentare zu “Olympia-Boykott nicht ausgeschlossen: Eine görenhafte Annalena Baerbock verrät im Interview mit der Taz ihre harte Strategie gegen China”

  • Alt-Badener sagt:

    Dass das Land namens Deutschland schon längst zu einer Lachnummer verkommen ist, dürfte sehr vielen Mitbürgern schon längst klar geworden sein. Und wenn jetzt die "Völkerrechtlerin" Annalena zur Chefin der deutschen Diplomatie gekürt wird, wird das Lachen kein Ende nehmen. Sehr schmerzhaft ist es ja schon seit längerem, wenn man im Ausland als Deutscher erkannt wird. Nach dem Krieg war man überall der Böse, jetzt ist man zum Idioten geworden.

    19
    0
  • AntonHofnarr sagt:

    Als Hetero, der Frauen im Allgemeinen achtet, springe ich über meinen Schatten und stelle die Frage: "Ist denn dieses Weibstück noch blöder als bislang angenommen?" Wenn ich Chinese wäre, wüßte ich nicht, ob ich lachen oder mich ärgern soll, denn - so heißt es immer wieder - ist die BRD-Wirtschaft teilweise in sehr hohem Maße von China abhängig. Wie größenwahnsinnig muß man sein, wenn man glaubt, neben der Rettung des Weltklimas auch noch die Einschüchterung Chinas bewerkstelligen zu können?

    23
    0

Schreiben Sie einen Kommentar

© Copyright 2022 - Weltwoche daily

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche-daily.ch dienen als Diskussionsplattform und sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird. Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels oder wo angebracht an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Persönlichkeitsverletzende und diskriminierende Äusserungen hingegen verstossen gegen unsere Richtlinien. Sie werden ebenso gelöscht wie Kommentare, die eine sexistische, beleidigende oder anstössige Ausdrucksweise verwenden. Beiträge kommerzieller Natur werden nicht freigegeben. Zu verzichten ist grundsätzlich auch auf Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen), wobei die Online-Redaktion mit Augenmass Ausnahmen zulassen kann.

Die Kommentarspalten sind artikelbezogen, die thematische Ausrichtung ist damit vorgegeben. Wir bitten Sie deshalb auf Beiträge zu verzichten, die nichts mit dem Inhalt des Artikels zu tun haben.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Unzulässig sind Wortmeldungen, die

  • Nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommerzieller Natur sind
  • andere Forumsteilnehmer persönlich beleidigen
  • einzelne Personen oder Gruppen aufgrund von Rasse, Ethnie oder Religion herabsetzen
  • in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • verächtliche Abänderungen von Namen oder Umschreibungen von Personen enthalten
  • mehr als einen externen Link enthalten
  • einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Online-Redaktion behält sich jedoch vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Es besteht grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.