02. Dezember 2021
Beatrice Achterberg

An der Hochschule Regensburg verschwinden die Frauen in einem fantasievollen Regenbogen-Begriff. Muss das sein?

In der Akademie kennt Identitätspolitik keine Grenzen.

An der Hochschule Regensburg können Studenten zwischen zwei Geschlechtern wählen: Entweder identifiziert man sich als «Finta», also: «Frauen, Inter Menschen, Nonbinäre Menschen, Trans Menschen, Asexuelle Menschen». Oder schlicht und einfach als «männlich».

Alles, was nicht männlich ist, fällt also unter einen fantasievollen Regenbogenbegriff. Männliche Studenten müssen sich damit abfinden, handelsübliche Männer zu sein.

Was, wenn es unter ihnen Asexuelle gibt? Transmänner?

Wie diskriminierend!

Leider ist sich dieser Lifestyle-Feminismus, die neue, identitäre Welle, nicht bewusst, dass der Gleichberechtigung von Frauen ein Bärendienst erwiesen wird, wenn man sie aus dem Wortschatz streicht und einen neuen Sammelbegriff ausruft.

Vermeintlich geschlechtsinklusive Sprache wie «Finta» oder, noch schlimmer, «menstruierende Menschen» löscht Frauen aus der Vorstellung und kollektiviert sie ungefragt im Regenbogenmeer.

Dass Männer sich dieser Vergemeinschaftung nicht unterwerfen müssen, setzt dem Ganzen die unironische Krone auf.

Wer weiss, vielleicht ist dieses ach so böse Patriarchat deshalb so erfolgreich, weil noch kein Mann auf die Idee gekommen ist, den Begriff «Männer» abzuschaffen.

Vielleicht kommt das ja noch.

74 0

2 Kommentare zu “An der Hochschule Regensburg verschwinden die Frauen in einem fantasievollen Regenbogen-Begriff. Muss das sein?”

  • Propagandastaatsfunk sagt:

    Frau B. Achterberg diese Transgesellschaft wird den Begriff >Männer< ganz bestimmt noch umgestalten, Vorschlag Männer*innen.

    3
    0
  • Alt-Badener sagt:

    Manchmal fragt man sich tatsächlich, ob die vergangene Zeit, als man die Frauen eindeutig benachteiligte, vielleicht gute Gründe hatte. Der sich abzeichnende und mehr und mehr Wirklichkeit werdende Weiberstaat, sorry, macht eben doch ein wenig nachdenklich. So langsam sollten die Männer aufwachen und anfangen sich zu wehren.

    12
    0

Schreiben Sie einen Kommentar

© Copyright 2022 - Weltwoche daily

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche-daily.ch dienen als Diskussionsplattform und sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird. Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels oder wo angebracht an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Persönlichkeitsverletzende und diskriminierende Äusserungen hingegen verstossen gegen unsere Richtlinien. Sie werden ebenso gelöscht wie Kommentare, die eine sexistische, beleidigende oder anstössige Ausdrucksweise verwenden. Beiträge kommerzieller Natur werden nicht freigegeben. Zu verzichten ist grundsätzlich auch auf Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen), wobei die Online-Redaktion mit Augenmass Ausnahmen zulassen kann.

Die Kommentarspalten sind artikelbezogen, die thematische Ausrichtung ist damit vorgegeben. Wir bitten Sie deshalb auf Beiträge zu verzichten, die nichts mit dem Inhalt des Artikels zu tun haben.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Unzulässig sind Wortmeldungen, die

  • Nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommerzieller Natur sind
  • andere Forumsteilnehmer persönlich beleidigen
  • einzelne Personen oder Gruppen aufgrund von Rasse, Ethnie oder Religion herabsetzen
  • in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • verächtliche Abänderungen von Namen oder Umschreibungen von Personen enthalten
  • mehr als einen externen Link enthalten
  • einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Online-Redaktion behält sich jedoch vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Es besteht grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.