03. November 2021
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Hanspeter Born

Joe Biden ist eingenickt: An der Eröffnungssitzung der Uno-Klima-Konferenz wurde Sleepy Joe seinem Ruf gerecht

Klimawandel ist, wie wir alle wissen und woran Präsident Biden in Glasgow uns erinnerte, die «existentielle Bedrohung der menschlichen Existenz, so wie wir sie kennen.»

Ein anderes Problem ist die Misshandlung alter Menschen: Auch darauf hat der US-Präsident die Weltöffentlichkeit aufmerksam gemacht, nicht mit Worten, sondern mit Taten.

Er ist an der Eröffnungssitzung Uno-Klimakonferenz eingenickt. Bloss ein paar Sekunden, bis ihm ein Bediensteter ein Zettelchen brachte und ihn sanft aufweckte.

Joe Biden ist 78 Jahre alt: Am Donnerstag flog er in Washington weg. Am Freitag plauderte er lange mit dem Papst. Am Samstag und Sonntag plauderte er mit Staats- und Regierungschefs am G-20 Gipfel in Rom. Danach flog man ihn nach Glasgow, wo er weiter mit World Leaders und Royals plaudern musste.

Plaudern macht müde.

Kein Wunder denn, dass er ins Leere starrte, als ein im Rollstuhl sitzender südafrikanische Aktivist mit schwer verständlichem Akzent seine klimatischen Warnworte herunterbetete.

Es muss als «elder abuse» gebrandmarkt werden, dass Bidens Betreuer den alten Herrn von Party zu Party hetzten und ihn dann in ein Auditorium setzten, wo er Speech um Speech über sich ergehen lassen muss.

Würden Sie, liebe Leserin, lieber Leser, in einer solchen Situation nicht auch – wenn’s niemand sieht – ein Äuglein schliessen? Selbst, wenn Sie jung sind, ehrlich?

Richtig, um wach zu bleiben, bräuchte es schon die sonore Stimme eines Schweizer Bundespräsidenten, die verkündete: «Ein Kind, das heute in meinem Land geboren wird, wird in seinem Leben viermal so viele extreme Ereignisse erleben wie seine Grosseltern.»

Ein Trost, dass Grosspapa Biden das Schlimmste hinter sich hat und nur noch unter wenigen Hitzewellen schmachten muss, als sie seine Enkel erleiden werden.

Bleibt nur noch eines zu wünschen: Ruhe sanft, sleepy Joe.

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2 Kommentare zu “Joe Biden ist eingenickt: An der Eröffnungssitzung der Uno-Klima-Konferenz wurde Sleepy Joe seinem Ruf gerecht”

  • AntonHofnarr sagt:

    Oh Mann, ist Biden ein Kandidat, in die Peinlichkeits-Fußstapfen des ehemaligen Bundespräsidenten Heinrich Lübke zu treten (ich weiß, eigentlich gilt "de mortuis nil nisi bene", aber das konnte ich mir nicht verkneifen) ?

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  • onckel fritz sagt:

    4x so viele Extremereignisse - Coronagesetze, CO2-Gesetz, Energiewende, Antifa, illegale Migration, Migrantenkriminalität, Stromrationierung - ja, der Herr Bundespräsident könnte Recht haben. Da bei diesen Gipfeln die immer gleichen Phrasen wiederholt werden, ist so ein Nickerchen doch nur ressourcenschonend. Was hat sleepy Grandpa denn versäumt? Doch höchstens, ob der südafrikanische Aktivist im Rollstuhl eine schwarze Transperson war

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