09. September 2021
René Hildbrand

Abnehmen nach dem Corona-Fresswahn: Dick aufgetragene Diät-Tipps

Es war überall zu lesen: Währen der Pandemie haben wir Schweizerinnen und Schweizer im Schnitt über sechs Pfund zugenommen.

Auch mir geht es mehrere Kilo zu gut. Wie man sich füttert, so wiegt man. Veränderte Essgewohnheiten während Homeoffice und Bewegungsmangel sind schuld daran. Vielen ist ihre Wohnung um die Hüfte zu eng geworden. Jetzt nagen sie am Hummertuch.

Die gesündeste Turnübung ist immer noch das rechtzeitige Aufstehen vom Esstisch. Noch besser: Lassen Sie zwei Wochen lang die Vorspeise weg und nehmen Sie statt der Hauptspeise kein Dessert. Wer abnimmt hat übrigens auch mehr vom Telefon.

Auch die chinesische Abmagerungskur funktioniert gut: Essen Sie statt mit zwei nur mit einem Stäbchen. Sie werden es allerdings rasch satt haben, zu hungern.

Abzuraten ist von der Nulldiät. Danach müssen Sie ganz aufgelöst zum Arzt. Mich bringen Diät-Rezepte zum Kochen. Auf einen Schlag 10 bis 15 Kilo abnehmen können nur Kettenraucher. Wenn ihnen ein Raucherbein amputiert wird.

Das Thema Übergewicht nimmt wegen Corona immer mehr zu. Auf den TV-Regionalsendern laufen aktuell Spots, die fürs Abnehmen werben. Das Geschäft mit den Korpulenten blüht. Die Ernährungsberater sind dick im Geschäft und wollen sich vom fetten Kuchen der überschüssigen Kilos noch mehr Stücke abschneiden.

Frauen, Vorsicht: Eine Bekannte von mir machte ihrem Mann jahrelang Vorwürfe, weil er zu dick ist. Vor vier Monaten hat er sich dünn gemacht. Wenn ich mit meinem Freund Ruedi alle zwei Monate mal ausgehe und er danach spät heimkommt, kocht seine Frau vor Wut.

Da habe ich weniger Glück: Ich muss mir im Kühlschrank immer selber etwas suchen.

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