04. Oktober 2021
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Ralf Schuler

Jens Spahn und Norbert Röttgen schiessen gegen ihren eigenen Mann, Armin Laschet. Die Union demontiert sich selbst

Neustart der Altkader: Eben scharten sie sich noch dicht hinter Armin Laschet (60, CDU) als Kanzlerkandidaten der Union, jetzt muss für CDU-Vize Jens Spahn (41) und Präsidiumsmitglied Norbert Röttgen (56) ein neuer Anfang her.

Spahn in der Welt am Sonntag: «Dass im Wahlkampf Fehler passiert sind und unser Spitzenkandidat nicht richtig gezogen hat, kann niemand leugnen. Allein das hat viele Prozente gekostet.»

Röttgen (im Tagesspiegel): «Die fehlende Akzeptanz des Kandidaten war der Hauptgesprächsgegenstand im Wahlkampf. Das weiss auch Armin Laschet.»

Gut gebrüllt, Löwe. Nur etwas spät. 

Beide sassen im CDU-Bundesvorstand, als Laschet gegen den Basis-Willen nominiert wurde. Die CDU-Methode, «Themen taktisch abzubügeln, weil sie angeblich andere Parteien stark machen, gehört ab sofort in die Mottenkiste», so Spahn. 

Am Tag vor der Wahl war die Kanzlerin noch «ein Glücksfall der Geschichte», jetzt gerieren sich die nutzniessenden Claqueure von einst als Hoffnung von morgen.

Die Union in der Loyalitätsfalle. Oder wie der Berliner sagt: Merkste selbst, wa?

Ralf Schuler ist Leiter der Parlamentsredaktion von BILD.
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«Daily Spezial»
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2 Kommentare zu “Jens Spahn und Norbert Röttgen schiessen gegen ihren eigenen Mann, Armin Laschet. Die Union demontiert sich selbst”

  • Nostradamus sagt:

    Herr Spahn und Herr Röttgen sind nicht dafür bekannt "ein Mann, ein Wort" von daher war der Chamäleonartige Richtungswechsel in der eignen Familie ab zu sehen, es muss ja immer Sündenböcke geben, auf keinen Fall den Blick auf sich selbst werfen. "Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein!" Johannes 8, 7. Herr Spahn und Herr Röttgen dürfen sich angesprochen fühlen. MfG

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  • onckel fritz sagt:

    Wer ist denn verantwortlich für das Abschneiden der CDU, dass die Thüringer nicht einmal mehr Maaßen, weil „nie wieder CDU“ wählen wollten? „She who must not be named.“

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