20. Dezember 2021
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Anabel Schunke

60 Tage Haft für die dänische Ex-Ausländer-Ministerin. Wofür? Weil sie Kinder-Ehen verhinderte

Dass Migration mitunter auch «anstrengend» und «schmerzhaft» sein kann, wusste schon die ehemalige «Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration» und jetzige Bundestagsvizepräsidentin, Aydan Özoguz.

Und «schmerzhaft» ist in der Tat ein gutes Stichwort, wenn man aktuell ins benachbarte Ausland blickt und sieht, welche Blüten der von Özoguz beschriebene Wandel hin zu einer noch «vielfältigeren» Gesellschaft auch dort treibt.

So wurde jüngst die Ex-Ausländeministerin von Dänemark, Inger Støjberg, zu einer 60-tägigen Haftstrafe verurteilt, weil sie Kinderehen unter Zuwanderern unterbinden wollte.

Konkret wird der konservativen Politikerin vorgeworfen, in ihrer Amtszeit die Trennung eines Asylbewerber-Paares aus Syrien angeordnet zu haben, weil die Frau minderjährig war. Ihr Ministerium hatte im Februar 2016 erklärt, dass ausnahmslos alle Asylpaare, bei denen ein Partner minderjährig ist, getrennt untergebracht werden. Insgesamt waren 23 davon betroffen.

Offensichtlich lag Inger Støjberg falsch, als sie annahm, dass man das, was einem Schmerzen bereitet, weil es mit unserem westlichen Werteverständnis nicht in Einklang zu bringen ist, ändern sollte.

Vielfalt ist eben nur für jene «anstrengend», die nicht bedingungslos tolerant sind.

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3 Kommentare zu “60 Tage Haft für die dänische Ex-Ausländer-Ministerin. Wofür? Weil sie Kinder-Ehen verhinderte”

  • waschiwischi sagt:

    Die Jakobiner übernehmen Europa, Robespierre hätte seine helle Freude. Fast 20 Millionen Nerze wurden mit einer hirnlosen Massenschlachtung getötet.Bisher hat noch kein einziger von den Nerzfarmern Geld gesehen.

    Die Restaurants müssen um 22 Uhr schliessen. Offenbar macht der Corona-Virus Nachtschicht. Oder wie Elvis dazumal, den Tag zur Nacht, und die Nacht zum Tag. Moralismus gepaart mit Infantilismus - und das in Dänemark!

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  • Resistencia sagt:

    Bei den deutschen Grünen hat man zumindest früher das Thema Kindesmissbrauch eine sehr tolerante Einstellung, wie heute bei Drogen. Aber für die 15% Wähler hat es ja schon gereicht, dass sie auf ihren hippen Wahlplakaten "Zukunft" fehlerfrei und gendergerecht geschrieben hatten. Das die grünen in diesen Zusammenhang "Aufbruch mit Abbruch" verwechselt haben, blieb dagegen schon unbemerkt!

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  • AntonHofnarr sagt:

    Die nach Europa eindringenden Islamisten mit ihren für uns völlig fremden Lebensgewohnheiten und kulturellen Werten schlagen eiskalt zu, nach dem von leichtgläubigen Gutmenschern gereichten kleinen Finger nicht nur die ganze Hand, sondern den gesamten Kontinent zu ergreifen. Wie lange werden wir (gemeint ist Europa) noch Herr im eigenen Haus sein?

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